Auf den nachfolgenden Seiten wird die Geschichte der Republica de Nueavalara erläutert.
1850 - 1950
Die jüngere Geschichte der Republik beginnt mit der Ankunft anticäischer und harnarischer Siedler, welche ab ca. 1850 stattgefunden hat. Zu dieser Zeit war der ursprüngliche Staat, welcher sich aus den verschiedenen Stämmen der indigenen Völker zusammengesetzt hat, bereits stark geschwächt. Die Schwächung trat durch innere Konflikte, welche teilweise bereits seit Jahrhunderten geschwelt haben ein. Schließlich begannen die Siedler aus den anticäischen und harnarischen Ländern damit sich zu organisieren, und begründeten am 23. Dezember 1856 in Santa Sol die Republica de Santa Sol. Die junge Republik stand jedoch bereits kurz nach ihrer Gründung vor schweren Problemen, zumal auch unter den Siedlern Konflikte ausbrachen, welche das Zusammenleben in der Republik erschwerten. Dennoch hielt die erste Republik bis zur Jahrhundertwende, da man sich trotz aller Umstände auf den Konsens einigen konnte das alles besser ist als wieder unter dem Joch der Krone in den jeweiligen Herkunftsländern zu stehen.
1900 - 1940
Mit der Jahrhundertwende traten dann die schwelenden Konflikte offen zu Tage. Zwar hatte man die indigenen Völker und ihre Territorien in das Gebiet der Republik eingegliedert, womit das Territorium der Republik ihren heutigen Gebietsstand erreichte, allerdings wurden die Differenzen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen immer größer, bis schließlich am 12. April 1908 das Militär unter der Führung des Generalmajors Raul de Sol die Regierung rund um Präsident Alejandro Duerte stürzte und eine Militärregierung errichtete. Die Militärregierung ging sofort ans Werk und brach jeglichen sich ergebenden Widerstand mit militärischen Mitteln. Auch die indigene Bevölkerung erlebte eine Zeit des Schreckens, viele ihrer Stammesführer wurden verschleppt, inhaftiert, oder direkt getötet. Ebenso wurden jegliche Bewegungen die für eine Rückkehr zur Demokratie warben mit brutalsten Mitteln unterdrückt. Wirtschaftlich erholte sich die Republik zwar, es war jedoch eine Zeit der Unterdrückung. Am 13. August 1918 starb Raul del Sol unter ungeklärten Ursachen, und wurde von Admiral Francisco Garcia beerbt. Garcia lockerte zwar die repressivsten Maßnahmen und lies etliche inhaftierte Personen frei, doch eine nennenswerte Änderung der politischen Verhältnisse trat nicht auf. Garcia blieb bis zu seinem Tod am 05. Mai 1940 der Präsident der Republik.
1940 - 1955
Mit dem Tod von Präsident Garcia am 05. Mai 1940 trat ein Machtvakuum ein. Die verschiedenen Akteure in der Regierung und dem Militär konnten sich nicht auf einen Nachfolger einigen, so dass der Vizepräsident Pablo Martinez als interimistischer Präsident vereidigt wurde. Martinez begann damit den Einfluss des Militärs zu brechen, und nahm zu diesem Zweck Kontakt mit den Vertretern der Untergrundparteien auf. Zuerst herrschte auf Seiten der Untergrundparteien große Skepsis, da Martinez ebenfalls aus den Reihen des Militärs entstammte. Allerdings konnte er die Vertreter der Untergrundparteien von der Ernsthaftigkeit seiner Unterfangen überzeugen. Ebenso begann er damit Pläne für einen Staatsstreich zu spinnen - dieser Staatsstreich sollte allerdings die Herrschaft des Militärs ein für alle Mal brechen, und die Rückkehr zur Demokratie ermöglichen. Zu diesem Zweck begann Martinez damit Kontakte mit jungen Offizieren, welche demokratisch-republikanischen Prägung waren, aufzunehmen. Mit der Zeit wurden diese jungen Offiziere auf entscheidenden Dienstposten installiert. Gleichzeitig begann Martinez auch damit die Strukturen der Militärregierung von innen auszuhöhlen.
Als das Militär realisierte was vor sich geht und sich selbst in Staatsstreichplanungen erging ergriff Martinez am 15. September 1955 die Initiative und setzte seinen Staatsstreichplan um. Die paramilitärischen Formationen der Parteien als auch die Armeeeinheiten unter der Führung der jungen, demokratisch gesinnten Offiziere, besetzten neuralgische Knotenpunkte in Santa Sol, räucherten Führungszentralen des Militärs aus und nahmen Führungspersonen des Militärs fest. Am frühen Morgen des 16. September 1955 war schließlich klar dass der Putsch geglückt war. Die Macht des Militärs war gebrochen. Martinez nutzte seine Vollmachten und löste die alte autoritäre Verfassung mit einer vorläufigen Verfassung ab, welche den Übergang zur Demokratie erlauben sollte. Schließlich wurde eine Nationalversammlung gewählt.
Die Nationalversammlung änderte die vorläufige Verfassung im Rahmen ihrer konstituierenden Sitzung am 10. November 1955 insoweit ab als dass der Präsident durch die Nationalversammlung gewählt wird, und der Präsident und seine Regierung der Nationalversammlung gegenüber verantwortlich sind. Martinez wurde durch die Nationalversammlung zum Präsidenten gewählt - er lehnte die Wahl ab, worauf hin die Nationalversammlung Lucia Torres zur Präsidentin wählte. Torres leistete am 13. November 1955 ihren Amtseid und wurde somit zur ersten Präsidentin der wiederhergestellten Republik Nueavalara.
1955 - bis heute
Während die Nationalversammlung über eine neue Verfassung beriet begannen Torres und ihre Regierung damit die Schrecken und Verbrechen der Diktatur aufzuarbeiten. Gleichzeitig wurden erste Prozesse gegen die Hauptverbrecher der Diktatur abgehalten. Gleichzeitig begann die Regierung Torres damit ausländische Investoren einzuladen. Durch eine Währungs- und Wirtschaftsreform wurde der Grundstein für einen wirtschaftlichen Boom gelegt. Weiters wurden alte Verbindungen zu Nordhanar, aus welchem die meisten Siedler ursprünglich kamen, wieder reaktiviert und gestärkt. Schließlich wurde am 13. August 1960 eine neue Verfassung beschlossen, welche mit geringen Modifikationen bis heute gilt.
Die folgenden Jahrzehnte standen unter dem Zeichen der Stärkung und wirtschaftlichen Erholung der jungen Republik. Die Analphabetenrate ging aufgrund einer Bildungsreform und der Einführung der allgemeinen Schulpflicht graduell zurück, die Lebenserwartung erhöhte sich graduell - und auch die Bindungen zu Nordhanar wurden immer enger und inniger. Am 13. Dezember 1986 wurde schließlich der erste Vertrag zur freiwilligen Assoziation zu Nordhanar unterzeichnet. Der Vertrag besagt dass Bürger der Republik das Recht haben sich in Nordhanar niederzulassen, die nordhanarische Staatsbürgerschaft auf vereinfachtem Wege beantragen können, Zugang zum nordhanarischen Arbeitsmarkt erhalten und Zugang zum nordhanarischen Sozialsystem erhalten. Nordhanar nimmt die Sicherheitsinteressen der Republik wahr, und unterhält zu diesem Zweck zwei Militärbasen auf dem Gebiet der Republik. Weiters erhält Nordhanar im Handel mit der Republik Zollvergünstigungen. Es wurde festgelegt dass diese Verträge alle zehn Jahre evaluiert und neu ausverhandelt werden. Der aktuell gültige Vertrag wurde am 10. Dezember 2016 abgeschlossen, und muss bis spätestens 31. Jänner 2026 erneuert werden.
Generell gibt es in der Republik, in dieser Frage, drei große Gruppen: Die Befürworter einer engeren Bindung an Nordhanar, die Befürworter einer Lockerung der Bindungen, und abschließend die Befürworter des Status Quo. Die aktuelle Präsidentin, Penelope Diaz, ist eine Vertreterin der letzten Gruppe - womit sie in ihrer eigenen Partei auf Widerstand stößt, da diese für eine deutlich engere Bindung an Nordhanar einsteht. Generell wird aber immer darauf geachtet einen Konsens zwischen den Lagern herzustellen.